Checkliste für Sprachreisen nach Japan

Reisen Januar 28, 2020

Dich hat das Japan-Fieber gepackt? (Wir wissen, wie sich das anfühlt, wir sind auch absolute Japan-Fans!) Japan ist eines der faszinierendsten Länder der Welt und seine einzigartige Geschichte und Tradition, die verrückte Popkultur, das fabelhafte Essen und natürlich seine wunderschöne Sprache haben unser Herz erobert. Wenn du zu der stetig wachsenden Zahl von Menschen gehörst, die gerne eine Sprachreise nach Japan machen würden, wirst du dich über diese Checkliste mit Dingen, die es vor der Abreise zu beachten und zu tun gibt, freuen. Damit dein Sprachabenteuer rundum zum Erfolg wird, haben wir die wichtigsten Tipps für dich zusammengestellt.

Visa

Als Erstes solltest du dich über die Visa-Anforderungen für eine Sprachreise nach Japan erkundigen. Aktuell benötigen Bürger von 68 Ländern (darunter die USA und EU) kein Visum, um 90 Tage oder weniger in Japan zu verbringen. Es muss allerdings ein Nachweis über die geplante Weiterreise vorgelegt werden. Du musst über einen gültigen Reisepass für die gesamte Zeit deines Aufenthaltes verfügen und diesen auch die ganze Zeit bei dir tragen. Bürger einiger Länder können auch einen Antrag auf Verlängerung des Aufenthaltes bis zu 6 Monaten stellen. In Japan ist es nicht möglich, im Rahmen des Visa Waiver Program einer bezahlten Arbeit nachzugehen, Kurzzeit-Studienaufenthalte an Sprachschulen sind möglich. Für einen längeren Studienaufenthalt benötigst du ein Studentenvisum. Bitte denk daran, dich bei der japanischen Botschaft in deinem Land über die aktuellen Regelungen und Vorschriften zu informieren.

Die beste Reisezeit

Es gibt einige Dinge, die du für deine Sprachreise nach Japan berücksichtigen solltest – auch beim Kofferpacken. Die Taifun-Saison dauert von Juni bis Oktober mit Höhepunkten im August und September. Auch wenn davon in erster Linie die südlichen Inseln wie Okinawa betroffen sind, besteht das Risiko für Taifune auch im Rest des Landes. Im Sommer kann es in Japan sehr heiß und feucht werden – der Vorteil dieser Saison besteht darin, dass die bekanntesten Attraktionen dann weniger stark besucht sind. Im Winter gibt es in Hokkaido regelmäßig Schnee – ein toller Ort, wenn du Wintersport magst. Auch in Tokio und südlicher schneit es von Zeit zu Zeit.

Unterwegs sein

Wenn du schon einmal in Japan bist, solltest du unbedingt auch andere Teile dieses faszinierenden Landes kennenlernen. Der Japan Rail Pass ist die beste Option, wenn du weite Strecken zurücklegen willst und für 7, 14 oder 21 Tage erhältlich. Für Reisen in der Region sind die aufladbaren IC-Karten sehr praktisch. Damit kannst du über spezifische Netzwerke ganz einfach deine Fahrten mit dem öffentlichen Verkehr (Züge, U-Bahnen, Busse) bezahlen. Mittlerweile kann man die Karten auch in speziellen Geschäften, Restaurants und sogar an Verkaufsautomaten nutzen. Hierzu musst du deine Karte nur auf ein spezielles Lesegerät legen und fertig, du hast bezahlt! Es gibt unterschiedliche IC-Karten, darunter Pasmo (Tokio), Suica (für die Region Tokio und Sendai) und Ikoka (für die Region Kansai, inkl. Osaka und Kyoto). Viele dieser Karten sind mittlerweile untereinander kompatibel und können in mehreren Regionen genutzt werden. Wenn du einen Tagesausflug in eine der größeren Städte planst, lohnt sich eventuell die Investition in einen Tagespass.

Vernetzt bleiben

Wir alle wollen vernetzt sein, besonders, wenn wir im Ausland unterwegs sind. Besorge dir am besten eine japanische SIM-Karte – in einigen Ländern, wie den USA, kannst du diese bereits vor deiner Abreise kaufen. In Japan bekommst du SIM-Karten quasi an jeder Ecke. Die Kosten hängen vom gewählten Paket (Daten, Minuten etc.) ab. Stell vor deiner Abreise sicher, dass dein Mobilgerät die Verwendung anderer SIM-Karten erlaubt und mit dem gewählten Netz in Japan kompatibel ist.

Kostenloses WLAN ist in Japan nicht so weit verbreitet wie in vielen anderen Ländern – erstaunlich bei einem so Tech-orientierten Land. Du findest aber trotzdem ausreichend Orte, an denen du dich ins Internet einloggen kannst, besonders in größeren Städten. Internationale Kaffeeketten, Fastfood-Läden und Bahnhöfe sind hierfür immer gute Anlaufstellen. Es gibt auch Apps, die dir kostenlose WLAN-Hotspots in der Nähe anzeigen. Wenn du keine Sekunde auf eine Internetverbindung verzichten möchtest, kannst du dir auch einen mobilen WLAN-Router besorgen. Es gibt mittlerweile viele Unternehmen, die diese Geräte anbieten, einige davon findest du auch direkt am Flughafen.

Geldangelegenheiten

Bargeld ist in Japan immer noch das meistgenutzte Zahlungsmittel, auch wenn sich die Dinge schnell ändern. Es ist immer gut, etwas Bargeld bei sich zu haben, insbesondere, wenn du dich außerhalb großer Städte aufhältst. Mit den meisten internationalen Geld- und Kreditkarten kannst du an ausgewählten Geldautomaten – auch jene bei Family Mart und 7-Eleven – Yen abheben (allerdings solltest du dich im Voraus bei deiner Bank über die entsprechenden Konditionen informieren). Am Flughafen gibt es Wechselstuben, bei denen du dein Geld zu den gleichen Konditionen wie bei Banken umtauschen kannst. In Hotels solltest du dein Geld lieber nicht wechseln, dort werden häufig weniger gute Wechselkurse angeboten.

Günstig essen in Japan

Ja, ein Aufenthalt in Japan kann eine teure Angelegenheit sein – es gibt aber viele Möglichkeiten, deine Ausgaben möglichst gering zu halten. Und erfreulicherweise musst du auch nicht dein gesamtes Geld ausgeben, um in Japan gut zu essen. Das japanische Streetfood wirst du einfach lieben! So kannst du dich zum Beispiel an einem Ramen-Imbiss auf einen Stuhl setzen und für einige Hundert Yen eine köstliche Nudelsuppe genießen. (Denk daran, durch lautes Schlürfen zu zeigen, wie gut es dir schmeckt – dies gehört zu den Dos and Dont’s für Japan, über die du hier mehr erfährst). In Supermärkten und kleineren Lebensmittelläden bekommst du günstige Bento-Boxen und onigiri (das sind die köstlichen, in Seetang eingewickelten Reisbällchen). Eine weitere großartige Option, um sich für kleines Geld mit japanischen Spezialitäten zu verwöhnen, sind die Gyudon (Rindfleisch-Bowls)-Ketten wie Yoshinoya, Matsuya oder Nakaus. Hier bezahlst du an den Verkaufsautomaten für dein Essen (keine Sorge, wenn dein Japanisch noch nicht ausreicht: das entsprechende Gericht wird dir auf einem Bild angezeigt) und gibst dein Ticket dann bei der Essensausgabe ab. Hier bekommst du immer eine warme Mahlzeit für wenig Geld.

Wir hoffen, dass diese Checkliste für Sprachreisen nach Japan dazu beiträgt, dass du eine unvergessliche Reise in eines der faszinierendsten Länder der Welt erlebst. Was du jetzt noch tun musst? Einfach deine Zeit dort in vollen Zügen genießen!

Ich will auf Sprachreise nach Japan gehen!

Von Mary-Ann Gallagher

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