Der ultimative Leitfaden für den perfekten Valentinstag überall auf der Welt (naja, fast überall…)

Sprachen lernen Februar 8, 2016

Die Liebe ist etwas Wunderbares: wie oft haben Sie das von Ihrer Mutter, Großmutter oder Tante gehört? Alles scheint schöner zu sein: man hat Schmetterlinge im Bauch, bewegt sich schwerelos, hat keinen Appetit mehr und lächelt auch dann noch, wenn der Schreibtisch-Nachbar einem sagt, man solle doch bitte sofort abzischen… Wenn man verliebt ist, hört man so etwas gar nicht mehr!

Frauen sind im allgemeinen romantischer veranlagt. Für sie ist Liebe ein Märchen (einige Frauen sollen sogar an Märchen glauben!), und sie erfinden ständig lächerliche Spitznamen! Auf der Straße hört vor allem in diesen Tagen alle Arten von Kosenamen – jedes Jahr kommen neue und verrückte Varianten dazu!

Jetzt steht der Valentinstag vor der Türe und in den Supermärkten füllen sich die Regale mit herzförmigen Verpackungen und roten Accessoires. Halten wir mal kurz inne und verschaffen uns einen Überblick über die Situation: es gibt Menschen, die ihre alleine verbrachten Valentinstage zählen und andere, die sich einige Tage vor dem Valentinstag in ihren Märchenprinzen verlieben und dies als ein Zeichen Amors, des Gotts der Liebe, auffassen. Und schließlich gibt es noch die Glücklichen, die ihre bessere Hälfte bereits getroffen haben – für die Italiener „die andere Hälfte des Apfels“.

Aber aufgepasst – es ist nicht immer ein Apfel! In Spanien zum Beispiel sprechen die Menschen von Orangen und sagen, sie hätten ihre andere Hälfte der Orange („encontrar a tu media naranja“) gefunden. Weiter nordwärts verlieren die Leute ein bisschen an Romantik und ersetzen die Früchte durch Töpfe. In Deutschland sollte jeder Topf seinen Deckel finden, was zu ironischen Aussagen über hoffnungslose Fälle wie „wenn Du Deinen Deckel nicht findest bist Du ein Wok!“ führt. Portugiesische Verliebte sprechen von „minha cara-metade”, die andere Gesichtshälfte. Doch der Preis für die am wenigsten kreative und unromantischste Redewendung geht an die Franzosen, die ihren Partner oder ihre Partnerin mit einem einfallslosen „ma moitié“ – meine Hälfte – beschreiben.

Lassen wir die Äpfel, Orangen und Töpfe mal beiseite. Wir alle haben unseren Liebsten Spitznamen gewidmet… doch haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie sich diese Verniedlichungen in einer anderen Sprache anhören? Keine Sorge – sie würden sogar auf Chinesisch lächerlich wirken! Wir haben einige davon für Sie zusammengetragen (damit Sie bereits Stufe B2 in Sachen Liebe erreichen!).

Übliche Bezeichnungen wie „sugar“ (Zuckerstück), „sweetie“ (Süßer/Süße) und „baby“ findet man in vielen Sprachen. Andere jedoch sind eher… mmh, sagen wir mal, ein bisschen bilderreicher!

 

In Deutschland erfreuen sich unter anderem die Mausi/Mäuschen großer Beliebtheit.

 

SanValentin-02-blog

 

In Frankreich nennen einige Leute ihre Partner „bouchon“ (Korken) oder „puce“ (Floh). Diese letztere Bezeichnung möchten wir hier gar nicht hinterfragen…

 

SanValentin-08-blog

 

 

SanValentin-06-blog

 

Brasilianer sind süß und auf die eigene Kultur bezogen, wenn sie ihre Partner „docinho de coco“ (Kokonuss-Süßigkeit) nennen:

 

 

SanValentin-01-blog-1

 

Die Spanier nehmen sich selbst nicht allzu ernst und bezeichnen ihre andere Hälfte der Orange mit „corazón de melón“ (Melonenherz) oder, weniger beschönigend, mit „gordi“ (Dickerchen):

 

SanValentin-03-blog

 

 

Die Italiener können es einfach nicht lassen, ihre Partner mit Essen in Verbindung zu bringen! Sie haben dazu viele passende Spitznamen, aber die drei absolut lustigsten sind: „formaggino“ (Käseecke), „patato“ (Kartoffel) und „crostatina“ (Obsttörtchen).

 

SanValentin-07-blog

 

SanValentin-04-blog

 

 

SanValentin-05-blog

 

Welche Spitznamen bevorzugen Sie und welche verwenden Sie selbst? Na los, bloß nicht schüchtern sein! Früher oder später machen wir es alle und verwenden viel Fantasie zum Erfinden neuer Spitznamen, weil die bestehenden zu abgenutzt sind! Wenn Sie in Ihrer Muttersprache keine Inspiration für Liebesgeflüster finden können Sie jetzt wenigstens ausländische Spitznamen benutzen: exotische Bezeichnungen kommen immer gut an!

Von Alessandra Flagiello

Was halten Sie davon?