Meine besten Buchtipps für Ihre nächste Städtereise

Sprachen lernen Juni 22, 2016

Die Reise ist gebucht, alles Wichtige soweit organisiert und ein paar Reiseführer haben Sie auch schon gewälzt? Dann kann die Reise ja kommen, oder? Neben der klassischen Reisevorbereitung bereite ich mich als Bücherwurm aber auch gerne auf eine andere Art vor. Es gibt nichts Faszinierenderes als Dank eines Buches in eine andere Kultur, Sprache und Welt einzutauchen. Denn die oft einheimischen Autoren schaffen es, Gefühle, Stimmungen und Geschichte nahe zu bringen. Wenn man dann auf einer Reise auf den Spuren des Buches folgen kann, hat man direkt eine andere Verbindung zum Reiseziel.

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Tauchen Sie ein in die Geschichte der folgenden Städte:

 

Barcelona: „Ein Tag in Barcelona“ von Daniel Brühl

Wussten Sie, dass der Schauspieler Daniel Brühl, unter anderem bekannt aus „Goodbye Lenin“ und „Inglourious Basterds“ mit vollem Namen Daniel César Martín Brühl González heißt? Dank seiner katalanischen Mutter, verbringt er auch heute noch viel Zeit in der Metropole am Mittelmeer und nimmt in seinem Buch die Leser mit auf einen Spaziergang vom Hausberg Tibidabo durch die verschiedenen Viertel der Stadt bis zum Strandviertel Barceloneta. In herrlich lustigen Anekdoten teilt er viele Kindheitserinnerungen, bringt Ihnen die kauzigen Katalanen näher und verrät Ihnen seine Geheimtipps. Eine wunderbare Hommage an die Stadt und ihre Bewohner, die übrigens nur auf Katalanisch, Spanisch und Deutsch erhältlich ist.

 

Irland: „Die Asche meiner Mutter“ von Frank McCourt

Die Iren sind sehr stolz auf ihre großen Schriftsteller wie James Joyce und Oscar Wilde. Wenn Sie mehr über die Geschichte Irlands und der Iren erfahren möchten, müssen Sie sich aber nicht gleich durch das fast 1.000 Seiten starke und komplizierte Werk „Ulysses“ wälzen. Frank McCourt erzählt in seiner Autobiographie, die mit einem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde, über seine bitterarme Kindheit in Belfast, Dublin und Limerick tragikomisch, aber auch schockierend ehrlich gesehen aus der Sicht eines Kindes. Dieses Millionfache Schicksal prägte die grüne Insel und formt ihr Gesicht bis heute!

 

Lissabon: „Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier

Auf dem Weg zum Unterricht begegnet Raimund Gregorius, Lehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch, einer rätselhaften Frau. Diese Begegnung und das Buch eines portugiesischen Schriftstellers, das ihm zufällig in die Hände fällt, veranlasst ihn spontan, auf Spurensuche nach Lissabon zu reisen. Vor Ort deckt er nach und nach den Lebensweg des Autors Amadeu Inácio de Almeida Prado unter der Salazar-Diktatur auf, lernt Portugiesisch und die Portugiesen kennen. Dann entdeckt er ein Geheiminis, das gefährlich für sein eigenes Leben wird…Lissabon

 

London: „Girl on the Train“ von Paula Hawkins

Wie so viele Londoner verbringt auch Rachel viel Zeit beim Pendeln von den Londoner Vororten in das Stadtzentrum zur Arbeit. Jeden Tag versucht sie denselben Sitzplatz zu ergattern, da der Zug täglich an derselben Stelle vor einer Reihe von Wohnhäusern hält. Von dort aus beobachtet sie ein junges Pärchen und verliert sich, um ihre eigenen Probleme zu vergessen, in Träumereien über das vermeintlich perfekte Leben der beiden. Bis sie eines Tages etwas Schockierendes beobachtet und unentrinnbar in einen Albtraum verwickelt wird. Ein Thriller, der einen bis zur letzten Seite packt!

 

New York: „Der Junge, der Träume schenkte“ von Lucia di Falvo

New York im Jahr 1909. Wie so viele Auswanderer in dieser Zeit, erreicht der kleine Natale aus Italien mit seiner Mutter das gelobte Land Amerika. Jeder versucht hier sein Glück zu machen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, aber in der Lower East Side herrschen Armut, Elend und Kriminalität und es gilt das Gesetz des Stärkeren. Allerdings besitzt Natale ein besonderes Talent mit dem er die Menschen für sich gewinnen kann… entdecken Sie dieses Talent, in dem Sie mit den verschiedenen Übersetzungen Ihr Italienisch, Englisch oder Deutsch verbessern.

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Paris: „Café der verlorenen Jugend“ von Patrick Modiano

Das Café „Le Condé“ ist in den 60er Jahren ein Sammelbecken für eine bunte Mischung an verschiedenen Menschen, darunter auch Dichter und Dramatiker. Eines Tages erscheint eine junge Frau, die die Stammgäste sofort fasziniert. Vier Beobachter, darunter auch ein Detektiv, stellen ihre Vermutungen an und lüften vage nach und nach den Lebensweg der jungen Frau. Folgen Sie auf Spaziergängen durch die Viertel dem Weg der Figuren und lassen Sie sich von der besonderen Atmosphäre Paris treiben.

 

Haben Sie auch noch tolle Buchtipps für uns? Und lesen Sie zur Vorbereitung in der Originalsprache oder doch eher in Ihrer Muttersprache? Erzählen Sie es uns in einem Kommentar!

Von Sarah Moersdorf

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